Mon, 22 Feb 2010
Mailheader bei web.de – WTF!?Ich habe neulich eine Mail an einige technisch nicht so unbedingt versierte Leute geschrieben. Freunde eben. :) Umso verwunderter war ich, dass mein mutt mir bei einer der Antworten folgenden Header anzeigte:
User-Agent: Mutt/1.5.18 (2008-05-17)
Erster Gedanke: hey, der Fortschritt ist nicht aufzuhalten! Und meine Schwester benutzt ja schließlich auch immerhin Knode. Dann war ich neugierig, welche Distribution da hinterstecken könnte und verglich die mutt-Version mit meiner. Die gleiche. Hm. Also dann doch mal alle Header anzeigen lassen. Da sah ich unter Anderem das:
Received: from [83.246.72.228] (helo=well-adjusted.de)
by mx44.web.de with esmtp (WEB.DE 4.110 #314)
id 1NgmKq-0000pf-00; Sun, 14 Feb 2010 22:49:00 +0100
Received: from mail.wasteland.homelinux.net (e176113095.adsl.alicedsl.de [85.176.113.95])
(Authenticated sender: jrschulz)
by well-adjusted.de (Postfix) with ESMTPSA id 62E9913C094;
Sun, 14 Feb 2010 22:49:00 +0100 (CET)
Received: by mail.wasteland.homelinux.net (Postfix, from userid 1000)
id 309F23666B; Sun, 14 Feb 2010 22:48:59 +0100 (CET)
WTF!? Die Mail kommt ursprünglich von meinem System? Ich habe mich ernsthaft kurz gefragt, ob ich inzwischen völlig schizophren geworden bin, oder schlafwandle, oder so. Logs gecheckt (ist ja immer schön, seine eigene Infrastruktur zu betrieben) und festgestellt: die Received-Header müssen aus der Mail kommen, auf die die Bekannte geantwortet hat. Web.de ist sogar so frei, selbst X-GnuPG-Fingerprint und Jabber-ID zu übernehmen. Nur mein gehässiges X-message-flag haben sie nicht übernommen.
Eine Erklärung habe ich dafür noch nicht gefunden. Mag aber daran liegen, dass es unmöglich ist, nach "web.de" zu googeln. Ich habe aber schon eine zweite Antwort bekommen, die genau so aussieht. Auch aus dem Webfrontend von web.de.
Sun, 21 Feb 2010
IPv6Geilo:
$ traceroute6 debian-administration.org traceroute to debian-administration.org (2001:41c8:10:62::1), 30 hops max, 40 byte packets 1 exit.xencon.net (2a02:790:1:6::1) 0.525 ms 0.485 ms 0.471 ms 2 hub.xencon.net (2a02:790:1:5::1) 1.418 ms * * 3 2a02:790::1 (2a02:790::1) 1.278 ms 1.802 ms 1.804 ms 4 Hostway.HAN-16-eth01-310.v6.lambdanet.net (2001:7f0:1:2a::1) 1.781 ms 1.772 ms 1.763 ms 5 ge-0.ams-ix.amstnl02.nl.bb.gin.ntt.net (2001:7f8:1::a500:2914:1) 11.217 ms 11.164 ms 11.187 ms 6 p64-2-0-0.r23.londen03.uk.bb.gin.ntt.net (2001:728:0:2000::85) 18.891 ms 18.421 ms 18.390 ms 7 po-5.r01.londen03.uk.bb.gin.ntt.net (2001:728:0:2000::122) 18.378 ms 18.631 ms 18.618 ms 8 ge-0.bogons.londen03.uk.bb.gin.ntt.net (2001:728:1c00:5000::22) 18.609 ms 18.607 ms 18.589 ms 9 2001:4b10:0:8007::100 (2001:4b10:0:8007::100) 19.701 ms 20.296 ms 19.650 ms 10 2001:4b10:0:8007::1 (2001:4b10:0:8007::1) 21.338 ms 19.630 ms 20.210 ms 11 2001:4b10:0:8200::17 (2001:4b10:0:8200::17) 28.708 ms 28.727 ms 29.983 ms 12 2001:41c8:0:74::4 (2001:41c8:0:74::4) 35.361 ms 34.870 ms 36.907 ms 13 2001:41c8:10:62::1 (2001:41c8:10:62::1) 36.179 ms 36.156 ms 35.164 ms
Jetzt muss ich nur noch eine neue OpenVPN-Konfiguration basteln, damit ich das auch auf dem Laptop habe. Und dann schaue ich mal, ob/wie ich meine ganzen Dienste auf diesem Server umkonfigurieren muss, damit die per IPv6 erreichbar sind.
Mon, 01 Feb 2010
Not-Me-PadMark Pilgrim hat mal wieder alles gesagt, was zu sagen ist. Dieses Mal über das "iPad".
Ich suche ja auch immer noch noch einem netten Handy. So ein tolles Smartphone mit Internet und allem wäre sicher ganz nett. Aber für mich ist nichts dabei. Obwohl ich in meinem Leben noch nie gePOKEt habe.
Fri, 11 Dec 2009
AussichtslosSystem Events =-=-=-=-=-=-= Dec 11 00:49:15 glasshouse sshd[27431]: Invalid user k&r from 121.166.196.244
Leute, Kernighan & Ritchie haben echt keinen Account bei mir. Schon gar nicht gemeinsam!
Sat, 21 Nov 2009
Aus aktuellem AnlassWenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüsstest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.
(Franz Kafka)
Wed, 18 Nov 2009
CRM 2.0Auf Hacker News:
Yeah, Google apparently uses Digg as its CRM system.
Fri, 13 Nov 2009
PR per De-MailGroßartig! Post will bei Internet-Bezahlmodellen helfen.
Da tun sich also zwei sinkende Schiffe zusammen, in der Hoffnung, gegenseitig ihre Lecks stopfen zu können. Mit De-Mail!
Passend dazu: Preis und Wert des Journalismus. Eine äußerst lesenswerte Rede eines freien Journalisten zum Zustand der Medienlandschaft. Ich habe ja kürzlich aus beruflichen Gründen mit zwei Mitarbeitern der "Direktmarketing"-Tochter eines verachtenswerten Verlages gespeist. Da wurde das hauseigene Automagazin (und auch der Onlineableger, natürlich) eigengelobt und ich habe mich zu der Bemerkung hinreissen lassen, dass ich nicht sicher sei, ob nun die Anzeigen oder die redaktionellen Inhalte teurer für die Autobauer seien. Das wurde sofort stolz-fachmännisch, aber ansonsten emotionslos bestätigt. Der Trend geht quasi ja in Richtung "Kooperation". Unglaublich.
Sun, 01 Nov 2009
Fremde Erinnerungen IVOktoberabend
Ein derber Tisch aus Fichtenholz, eine hölzerne Bank, ein oder zwei oder drei Viertele süßen Suser und ein wenig mehr als eine Stunde unter einem sonnendurchschienenen, rotgoldenen Ahorndach, flimmernd im Spiel des Lufthauchs, der über den blanken See streicht, so will ich den Tag austrinken, mich berauschen, ohne trunken zu werden. Wie auch der trübe, süße Suser vor mir, meine Hand ruht an dem Glas, mich Schluck für Schluck berauscht, ohne jemals betrunken zu machen.
Noch einmal durchwandern meine Gedanken das sonnendurchwirkte Land, die goldenen Hänge, Täler und Berge. Eingetaucht in die Farben habe ich jedes Glitzern und jedes bunte Spiel genossen, habe Glut und Licht und Farben getrunken, mich wie von Sinnen berauscht, gesogen wie ein Kind, war umflossen worden von Farben und Licht und Glut, wurde durchdrungen habe diesen Herbsttag Glück genossen. Meine Seele war unendlich leicht geworden, wie meine Füße , und weit, meine Gedanken still und meine Sinne eins mit der Flut des Lichts und der Farben. Beschwingt, wie im Rausch bin ich meine Wege gegangen, ohne sie zu messen, bin ein Teil dieser Welt gewesen, bin es noch immer. Nicht gezählt habe ich die Stationen des Verweilens unter goldblinkenden Laubdächern, der Einkehr zu stiller Andacht. Und nun sitze hier, den Suser vor mir, in meiner Hand, sind meine Gedanken still.
Ich will nicht denken. Gestern ist denken, Morgen ist denken, jetzt und Festhalten und Bewahren ist Denken. Das endliche Denken findet sein ende, das Denken an Vergehen und an Dunkelheit und auch an das Ende. Ich fühle mit dem, lebe in dem, was mich umgibt. Meine Sinne feiern das Sommerfest mit, das Fest des rotgoldenen Ahorns, der gelben Birken mit den blendendweißen Stämmen und auch der Fest der schwarzen Fichten. Eine Unendlichkeit lang öffne ich mich, atme ein, atme mich aus, fühle wie sie, mit ihnen, spüre Licht- und Lufthauch auf meiner Haut, in mir, löse mich auf. Auf dem See tanzen glitzernd tausend Sterne, Sonnenstrahlen, das Ahornlaub flimmert und glüht, in meinem Suser blinkt der Sonnenschein, während sie selbst, die Mutter des Lebens, ihre Bahn den dunkelnden Bergen zuneigt. Morgen?

Wieder ein kurzer zerstörender Gedanke, das alles anders sein wird, weit von hier. Morgen ist Denken und stört, was ich will, fühlen. Jetzt beginnt eine Feier des Lichts, eine Orgie der Flammen und Farben. Die sinkende Sonnenscheibe, groß und rund und glühend, bricht sich am Hang des Berges über dem See. Die Berge werden schwarz, auch ihre Spiegel im See, glühend wie flüssiges Metall blendet die Wasserfläche. Alles ist im Werden, alles im Vergehen, unaufhaltsam schwindet der Sonnenschein, zuerst aus meinem Glas, dann aus meinem Gesicht, endlich aus dem Laubdach des Ahorns, die Welt liegt im Schatten. Die Sonne ist glühend hinabgesunken, der Himmel erblüht in vollen satten Farben. Eine große fahle, durchsichtige Wolke zieht darüber hin. Vor mir der See spiegelt die schwarzen Berge, leuchtet in den Farben des Himmels. Matt und matter werden die Farben über den Bergen, doch das Wasser schimmert noch immer wie blasses Gold. Abend und Nacht kriechen aus den Wäldern, die Glut schwindet.
Nun scheint alles vorbei, unwiederbringlich, niemals wiederkehrend vergangen. Mein Sinn dunkelt.
Hinter den Bergen scheint noch ein schwaches Licht, leuchtet ein fahles Gelb. Dort blieb der Tag, so voller Leuchten.
Meine Hand und das Glas und der Suser, gehoben gegen das blanke Gesicht des Sees, ein kleiner Aufschub der Vergänglichkeit, Augenblick der Beschwörung, er schwindet.
Und doch, noch einmal, so ganz unerwartet, ersteht alle Pracht von Neuem, erblüht der Abendhimmel in allen warmen, satten, glühenden Farben, in gold und orange und rot, noch einmal spiegelt der See und trinken meine Augen die Glut, das Feuer, die lodernde Vision der Erfüllung. Meine Seele glüht wie der See unter dem Feuer des Himmels, eine aufflammende schwindende Pracht.
Der lichte Tag, der süße Suser ist ausgetrunken, der Abend da.
Ich habe geglüht. Ich habe gelebt.
Was mehr?
Mon, 19 Oct 2009
Fremde Erinnerungen IIIDer Herr hat ein neues Gesetz für mich bereitet, das erste ist für alle Zeiten verloren. Soll ich nicht wehmütig sein, wenn ich daran denke?
Es fällt mir nicht leicht, das nun folgende niederzuschreiben. Im Oktober 1964 lernte ich meine jetzige Ehefrau F. kennen. Ich lud sie eines abends zu einem Lokalbesuch ein. Wir unterhielten uns über viele Dinge. Ich spürte von Anfang an, daß sie irgend ein Leid mit sich herumtragen würde. Während des Abends gestand sie mir, daß sie schwanger wäre. Für mich stand fest, daß ich ihr helfen müßte. In den folgenden Wochen wurde ich mir meiner Liebe zu ihr völlig klar. Sie zögerte, weil das nicht verstehen konnte, wie sie sagte. Mir wurde meine Berufung klar, nicht nur sie, die sie kein Mitglied der Kirche war, zu retten, sondern auch das neue Leben. Ich bin überzeugt das es der Wille des Herrn ist, daß ich L., der am 15. Februar 1965 geboren wurde, ein Vater sein sollte. In vielen Gesprächen die ich mit F. hatte, betonte ich, daß nur das Evangelium und mein Gehorsam zu den Gesetzen des Herrn eine Grundlage für unser Glück sein könnte. Ich warnte sie, zu versuchen, diese Grundlage zu zerstören. Ich hatte festen Glauben, daß sie sich zur Kirche des Herrn bekehren würde. Überschätzt habe ich meine Kraft und meine Geduld. Und die Schwierigkeiten der nächsten Jahre haben fast meinen Untergang herbeigeführt. Insbesondere deshalb, weil es mir in den Schwierigkeiten nicht gelang, mit unerschütterliche Festigkeit nach meinen Bündnissen zu leben. Nur wer einen ähnlichen Kampf wie ich gekämpft habe, kann mich verstehen. Ich warne im Namen des Herrn Jesus Christus alle meine Nachkommen, sich einen Ehepartner außerhalb der Kirche zu suchen. Es ist ein Weg am Abgrund. Ich war lange Jahre in Gefahr verloren zu gehen. Daß mein Lebensweg eine glückliche Wende genommen hat, ist nicht mein Verdienst. Es ist eine so große Segnung des Herrn, daß ich sie bis heute nicht voll begreifen kann.

Die Missionare kamen zu uns ins Haus, aber F. verhielt sich völlig ablehnend. Ich hatte schon alle Hoffnung aufgegeben, ließ in meiner Pflicht nach, bis ich im Mai 1970 völlig untätig wurde. Für unsere Ehe wurde das eine außerordentliche Belastung und wir Sprachen oft davon, uns scheiden zu lassen. Im Mai sagte F. zu mir: „Ich weiß ganz genau, was dich unglücklich macht. Es ist, weil du nicht mehr zur Kirche gehst“. Um vielleicht noch etwas an unserer Ehe zu retten, schlug sie mir vor, daß wir dann ab nächsten Sonntag gemeinsam zur Kirche gehen wollten. Sie würde dann immer mitkommen. Nur sollte ich nie versuchen, sie zu bekehren. Ich war schon darüber sehr glücklich. Nach vielleicht 2-3 Wochen besuchten uns die Missionare und fragten nach einer Empfehlung. Ich konnte keine geben. Als sie sich verabschiedeten, sagte ich ihnen, daß ich doch eine Empfehlung hätte, nämlich meine Frau. Sie machten gleich einen Termin fest. F. war es gar nicht recht, wie sie mir nach dem Weggang der Missionare sagte. Die Missionare kamen also und sagten zu ihr: „Schwester K., wir werden am 25. September eine Taufe haben. Wenn sie ein Zeugnis von der Wahrheit bekommen, werden sie sich dann taufen lassen?“ Sie war fassungslos. Am 25. September 1971 wurde sie getauft. Meine Freude war groß und wäre noch größer gewesen, wenn ich durch mein Versagen in den letzten Jahren nicht einen sehr schlechten Stand in der Kirche gehabt hätte. Aber so oder so – es war auch für mich der Anfang für die Umkehr.
Nun komme ich noch einmal auf das Jahr 1965, das Geburtsjahr L.s zurück. Im Monat Mai, als ich mit ihm alleine war, nahm ich ihn auf Anregung des Geistes auf meine Arme und segnete ihn in Vorbereitung darauf, einmal nach den Willen des Herrn vor der Gemeinde die Kindersegnung nach der Ordnung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage zu erhalten. Am (Datum) hatte ich das Vorrecht, L. vor der Gemeinde Pinneberg zu segnen. Alles, was mit der Kraft und Vollmacht des Pristertums und durch den Heiligen Geist der Verheißung getan wird, hat Gültigkeit bei unserem Vater und erfüllt sich an dem Tage, den er machen wird.

Dir, L. sage ich durch diese Zeilen, daß die Segnungen meiner Väter Abraham, Isaac und Jacob, welche die Segnungen des Evangeliums sind, nach dem Willen unseres Gottes durch mich als einen buchstäblichen Nachkommen Ephraims, welcher ein Sohn Josephs des Sohnes Jacobs war, auf dich als ein heiliges Erbe überkommen sind. Halte es heilig!
Auch nach der Taufe F.s hatten wir mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Meine Schuld der Vergangenheit hatte ich nicht bereinigt. Und das wäre fast in einer Katastrophe geendet. Ein Erlebnis besonderer geistiger Art war mein patriarischer Segen, den ich am 6. Oktober 1974 erhielt. Nie zuvor und niemals danach war der Himmel für mich so offen wie damals unter den Händen von Bruder K. Heute beginnen sich die Verheißungen zu erfüllen.
Sat, 10 Oct 2009
Fremde Erinnerungen IIMeinen ersten Kontakt mit der Kirche des Herrn hatte ich, als uns die Geschwister F. und M. K. 1046/47 zur Versammlung nach Hamburg Altona in die Kleine Westerstaße einluden. Meine Schwester G. und ich fuhren bald regelmäßig zur Primarvereinigung und zur Sonntagschule. Das Fahrgeld verdienten wir uns bei einem Gemüsehändler. Zweimal in der Woche fuhren wir für ihn Abfälle mit dem Handwagen auf den Müllplatz und erhielten dafür jeder 50 Pfennig und manchmal Obst oder ein Kaugummi. Das Versammlunghaus in Altona war ein großes Gebäude, bei dem das Dach durch eine Bombe beschädigt war. Die Decke war fast eingestürzt, ein Teil hing durch. Auch im Winter konnte nicht geheizt werden. An diese Zeit erinnere ich noch sehr gut. Ebenso habe ich viele Geschwister von damals in guter Erinnerung behalten. Bruder K. ist heute schon alt und sehr gebrechlich. Viele der Geschwister sind in den Jahren danach ausgewandert. Die Kirche unterstützte unsere Familie in dieser Zeit großer Not mit Lebensmitteln und Kleidung. Heute leben wir in großer Fülle, daß es schon nicht mehr gut für uns ist.

Es muß im Jahr 1947 gewesen sein, daß ich sehr großen Hunger hatte. Meine Mutter konnte mir ausnahmsweise ein Stück Brot mit Margarine geben. Das war wirklich etwas außergewöhnliches, so daß ich mich noch heute daran erinnere. Später erst erfuhr ich, daß ich nur deshalb das Stück Brot bekam, weil meine Mutter an diesem Tag gar nichts gegessen hatte. Meine erste Ansprache gab ich in der Sonntagsschule in Altona. Ich sprach über Joseph Smith und seine Vision. Bruder K. hatte mir bei der Ausarbeitung geholfen. Schon bald wurden in Pinneberg Versammlungen abgehalten, und zwar in einer alten, schmutzigen Steinbaracke, die wir uns mit dem Roten Kreuz und verschiedenen Glaubensgemeinschaften teilten. Am 27. August 1949 wurden meine Mutter und meine Schwester G. und ich in Hamburg im Fluß Alster getauft. Dieses Ereignis habe ich nicht vergessen. Es hat einen sehr tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Die Umstände haben sich mir unauslöschlich eingeprägt. Es war schon fast dunkel. Wir mußten so lange warten, weil uns viele Neugierige verfolgten. Bruder S., der mich taufte und konformierte, ist später nach USA ausgewandert. […]

Mein Leben war hauptsächlich geprägt einerseits von der Armut meiner Eltern und anderseits von der Freude am Evangelium. Mit 8 Jahren habe ich begonnen, in der Schrift zu lesen, hauptsächlich im Neuen Testament. Die heilige Schrift ist mir bis heute die liebste Lektüre geblieben. Ich habe viel Erkenntnis, Weisheit, Glauben und Erleuchtung darin gefunden. […]

Nach meiner Grundwehrdienstzeit in der Deutschen Wehrmacht [sic!] wurde ich am 29. April 1962 von B. zum Amt eines Hohen Priesters ordiniert und als Mitglied des Hohen Rates des Pfahles Hamburg berufen. Bruder B. schätze ich noch heute außerordentlich. Er ist ein weiser und liebevoller Mann. Bei der Ordinierung sagte er in seinem Segen unter anderem, daß ich zur bestimmten Zeit eine Frau finden werde, die mich liebt und die ich liebe. Damit hatte ich damals große Probleme. Damit war der jüngste Hohepriester im Pfahl Hamburg und der erste in der Gemeinde Pinneberg. Dieses ist ein Zeugnis für mich, daß der Herr den liebt, der ihn sucht und der ihm dient. Meine Ordination zum Hohenpriester war nur möglich gewesen, weil ich am 16. Mai 1960 im Tempel des Herrn in Zollikofen in der Schweiz mein Endowment erhalten hatte. Das war ein außergewöhnliches Erlebnis für mich. Nur verstanden habe ich die Dinge erst heute, oder viel mehr beginne ich erst heute zu verstehen. Ich war mit den Geschwistern K. und H. und H. und A. mit einer Reisegruppe in den Tempel gefahren. Immer wenn ich in den Tempel zurückgekehrt bin, hatte ich das glückliche Gefühl, zu Hause zu sein.
tbc.
Tue, 06 Oct 2009
Fremde ErinnerungenHeute, am 24.08.1977, beginne ich ein Vorhaben auszuführen, mit dem ich mich in Gedanken schon oft befaßt habe. Ich beginne meinem Buch der Erinnerungen den Teil hinzuzufügen, der als persönlicher Bericht und als heiliger Teil anzusehen ist. Es ist der Wille Gottes, daß ich damit beginne. […]

Ich bitte den Herrn inständig, daß er meinen Bericht für meine Nachkommen bewahrt, damit sie ihre Herzen zu mir kehren so wie ich durch diesen Bericht mein Herz zu ihnen Kehre, zu ihnen allen, die ich auch heute noch nicht kenne. Ich möchte ihnen mein Zeugnis von der Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus als ein heiliges Erbe hinterlassen. Sie sollen wissen, daß die Segnungen des Evangeliums und das Priestertum ein heiliges Erbe meiner Väter Abraham, Isaac und Israel nach jahrhundertelanger Dunkelheit wieder auf mich als erster in einer langen Reihe von Nachkommen Ephraims überkommen sind.
Der Herr hat verheißen, daß das Pristertum bis zu seinem Kommen nicht wieder von der Erde genommen werden soll. Es ist mein größter Wunsch und mein Gebet, daß ich Nachkommen haben werde bis zu seinem Kommen und daß diese den Eid und Bund des Pristertums in Heiligkeit bewahren, damit wir uns bei ihm in seiner Herrlichkeit sehen werden.
Am 16. März 1939 wurde ich in F. in der Neumark geboren. Nur wenige Erinnerungen habe ich an diese Zeit meiner Kindheit. Es war eine glückliche Zeit der Geborgenheit. Vor meinem 6. Geburtstag, den ich bei Mutters Tante M., geborene P. in Alt Landsberg erlebte, flüchtete meine Mutter mit meinen Schwestern G. und H. und mir vor dem Einmarsch der russischen Armee. Nach der Zwischenstation bei Tante M. ging es unter Mühen weiter nach Thannhausen in die Oberpfalz. Dort fand uns mein Vater, der aus dem Krieg zurückkehrte. Wir haben alle vor Freude darüber, daß er nach langer Zeit gesund heimkam, sehr geweint.

Im März 1946 zogen wir nach P., zuerst zu einer Schulfreundin meiner Mutter und dann in eine eigene Wohnung. Im Januar 1951 zogen wir in ein eigenes Haus, in dem meine Geschwister und ich unsere Jugend verbrachten. Ich lebte dort bis zu meiner Hochzeit am 19.Februar 1965.
tbc.
Thu, 01 Oct 2009
One Time PadManchmal ist Kryptographie ganz einfach. Gertfried Fuchs:
On a small side-note, the job change also required me to switch my mobile phone number because the old one was a company's number. I now have a private one that I don't fear of losing anymore. If you subtract the number 3933309527644 from my old one you have my new one.
Ok, es ist kein richtiges OTP, aber wenn ich das grad richtig überblicke, genau so sicher.
Wed, 09 Sep 2009
Geschichten, die Nethack schreibtOah. Ich spiele gerade (auf nethack.fi übrigens) einen monk (mon-hum-fem-cha) und bin ganz solide bis DLVL10 oder so runter, um endlich den Eingang zu Sokoban zu finden. Ich war zwar schon bei XP10 oder 11, aber dass ich dann im Zoo vor dem Bag of Holding auf einen schwarzen Drachen treffe, hat mich dann doch überrascht. Ich hab mir erstmal im IRC Rat geholt und habe dabei gelernt, dass der seinen gefährlichsten Angriff nur auf Entfernung benutzt. Da er plötzlich in der offenen Tür direkt vor mir stand, lief das dann einigermassen glimpflich ab (für mich natürlich).
Nachdem ich das dann hinter mir hatte, bin ich zurück ins DLVL2, um die Minen zu erledigen. Bis zur Minetown habe ich dann tonnenweise Zeug angehäuft, aber glücklicherweise hatte ich bis dahin noch einen zweiten BoH gefunden und konnte das meiste mitnehmen, ohne langsamer zu werden. Im Level danach laufe ich ein wenig herum und finde plötzlich eine Polytrap. Daneben steht ein Gnome. Und was macht er? -"The Gnome jumps deliberatly into the polymorph trap". Raus kommt ein Blue Dragon. Danke, RNG.
Dann dachte dreht sich das Blatt: mir humpelt eine Electric eel (wohl auch ein ehemaliger Gnome) entgegen, die leben ja eigentlich im Wasser. Diese Viecher haben ein auf dem Trockenen völlig beklopptes Bewegungsmuster und so konnte ich ganz angenehm auf Entfernung mit Dolchen werfen. So hatte ich dann eine leckere Mahlzeit, die mir Shock resistance verleiht.
Dann komme ich nochmal an der Polytrap vorbei. Da steht irgendein Vieh drin, dass mich nicht weiter überrascht hat und das ich auch leicht erledigen konnte. Aus Reflex gehe ich dann auf das Feld, wo die Leiche liegt (ich könnte ja mein Junk-Inventar weiter auffüllen). Bums, ich bin selbst ein blauer Drache. Dabei geht meine Robe kaputt, was meine Zauberkräfte arg einschränkt. Und irgendwie habe ich bei der Aktion auch noch zwei XP-Level verloren. Mann ey, wenn man nicht völlig konzentriert ist...
Fri, 04 Sep 2009
Abenteuer DesinformationOah, ey! Ich bin heute mal früh zu Hause und habe vorhin in den Schwachsinn "Abenteuer Leben" (kabel1) reingeschaltet. Oh mein Gott.
Die haben die Zusammensetzung der Benzin- und Dieselpreise "erklärt": Rohölpreis + Deckungsbeitrag + Steuern. Mit entsprechenden Balkengrafiken.
Los ging es mit dem Preis für einen Liter Rohöl. Wieviel Benzin bzw. Diesel daraus wird, wurde nicht genannt, für beide wurde aber der gleiche Preis veranschlagt.
Dann kam eine eigenwilligen Definition vom Deckungsbeitrag: "Kosten für Bereitstellung und Transport" oder so ähnlich. Es ist zwar gratulationswürdig, davon keine Ahnung zu haben, aber hier doch fehl am Platz. Man braucht nur den ersten Absatz im Wikipedia-Artikel zu lesen und man ahnt schon Böses. Bloß nicht abstrahieren!
Dann wurde natürlich auf den Steuern rumgeritten, das ist ja das meiste. Und die unterscheiden sich bei Benzin und Diesel. Diesel stand also deutlich besser da. Ob die Steuern sich auf den Liter Rohöl beziehen oder auf den Liter Kraftstoff, wurde nicht erklärt. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr tendiere ich zu Letzterem.
Am Schluss aber das Beste: es hieß, die Mineralölfirmen hätten ja nur Einfluss auf den kleinsten Teil, den unsinnig definierten Deckungsbeitrag. Alle anderen Preisschwankungen entstehen aus Steuern und den Rohölpreisen. Danach aber, mit gespielt-gespielter Verwunderung: "Aber warum steigen dann zum Ferienanfang immer die Benzinpreise?"
Diese Vollspacken hätten eigentlich nur ihre Grafiken vervollständigen müssen: eine y-Achse wäre nicht schlecht gewesen, damit man absolute Zahlen wenigstens schätzen kann. Dann könnte man notfalls auch die kleineren Schludrigkeiten vergessen. Aber ne, sie haben extra darauf verzichtet, dem Zuschauer zu zeigen, dass zwischen der dargestellten Gesamtsumme und dem Marktpreis ja noch eine gewisse Differenz besteht. Man nennt die im Volksmund auch Gewinn.
Dass ein Konzern Gewinn macht (OMFG!!1!), will man den Zuschauern lieber nicht zumuten. Aber sein schlummerndes Empörungsbedürfnis will man trotzdem streicheln. Also lässt man relevante Fakten weg und suggeriert lieber uninformiertes Geschwätz. Das lässt sich später leichter wegdiskutieren.
RADIOHEAD RULES!
Weiter habe ich noch gar nicht gelesen.