Fri, 12 Jun 2009
Lasst Euch nicht verarschen [23:10] | 0 Kommentare |Tue, 06 Mar 2007
ParallelenIch weiß ja nicht, ob es nur ein blöder Spleen von mir ist, aber mir fallen seit Jahren Parallelen zwischen den 1920ern/30ern und dem aktuellen "heute" auf. Jetzt lese ich Sebastian Haffner:
Wenn die Kommunisten den Reichstag angesteckt hatten, war es doch ganz in Ordnung, dass die Regierung "hart zupackte"![...] Aber keiner fand etwas Besonderes dabei, dass man in Zukunft seine Telefongespräche belauschen, seine Briefe öffnen und seinen Schreibtisch erbrechen durfte. "Ich empfinde es als persönliche Beleidigung", sagte ich, "dass man mich verhindert, zu lesen welche Zeitung ich will – weil angeblich ein Kommunist den Reichstag angesteckt hat. Sie nicht?" Einer antwortete fröhlich und harmlos: "Nein. Wieso? Lasen Sie denn etwa bis jetzt den 'Vorwärts' und 'Die Rote Fahne'?"
Zum gleichen Thema unser Innenminister vor wenigen Wochen:
Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.
Was bleibt einem da noch außer wüsten Beschimpfungen und eben dieses Gefühl persönlicher Beleidigung?
Mon, 16 Oct 2006
Wahlcomputer, die ZweiteDie bisher beste Zusammenfassung der aktuellen Entwicklung zum Thema Wahlcomputer.
(via tim)
Thu, 24 Aug 2006
Refuse to be terrorizedBruce Schneier, der ewige Rechthaber, tut es schon wieder.
Gestern sah ich das erste Mal Polizisten in dem Zug, mit dem ich täglich nach Hamburg rein fahr. "Bundespolizisten". Ich hab die angesprochen und gefragt, ob die jetzt wegen der Hyste^W^W des Terrors da sind. Koffer suchen und so. :) Der männliche Teil des Duos war sehr gesprächsbereit und sah wohl eine gute Gelegenheit, ein bißchen Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Die Dame war eher distanziert und beteiligungslos. Alles verhindern könne man ja sowieso nicht, das stimme schon. Aber ein bißchen Präsenz zeigen, das wäre schon gut. Und sie seien ja auch vorher schon oft in Zügen unterwegs gewesen. Eigentlich immer. Wirklich.
Auf ihre grünen Uniformen habe ich sie noch angesprochen, und ob die so bleiben. Da dachte ich noch, das wären normale Polizisten aus Schleswig-Holstein. Sie müßten aber noch ihre alten Klamotten abtragen. Erst für jedes alte, ausgetragene Kleidungsstück gäbe es blauen Ersatz. Hätte aber auch nicht nur Vorteile. Die Kollegen in blau werden zu oft mit dem Bahnpersonal verwechselt. :)
Ja, und jetzt kommt hier Elmshorn und wir müssen schon wieder raus. Ich auch.
Thu, 03 Aug 2006
WahlcomputerMal wieder ein Thema jenseits von Tech und Glorie: Wahlmasc^H^H^H^Hcomputer.
Irgendwie ist bei der letzten großen Wahlveranstaltung untergegangen, dass in einigen Wahlkreisen Wahlcomputer eingesetzt wurden. Rop, Tim Pritlove, der Fahrrad-Markus und zuletzt Andreas Bogk haben kürzlich darüber gebloggt und podgecastet und den Ernst der Lage geschildert. Neben den allgemeinen Schilderungen, warum das alles keine gute Idee ist (und dass das mal wieder eine Lösung ohne Problem ist), ist das, was der Andreas da ausgegraben hat echt erschütternd. Die Naivität der Politik im Umgang mit Technik steht der Maus-Beschreibung in nix nach.
Ich ruf ja nicht gern zu Sachen auf, aber Leute: lest das und besprecht das bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, mit Leuten, die Euch vertrauen. Was uns da ins Haus steht, geht gar nicht. Der geneigte Verschwörungstheoretiker und/oder Staatsfeind mag sich vielleicht freuen, dass die Demokratiesimulation auf diese Weise offensichtlicher wird. Ich glaube aber nicht, dass diese Offensichtlichkeit irgendwelche Leute aufweckt, die eh ihr Leben verschlafen. Dafür bieten sich für aufgeweckte Naturen diverse Möglichkeiten, uns die verbliebene Freiheit unterm Arsch wegzuziehen.
Das Schöne ist: das Wahlverfahren selbst (ich spreche jetzt nicht von der Stimmauszählung, Sitzverteilung und so) kann jedes Kind verstehen (siehe ersten Link). Und jeder – gerade technikferne Mitmenschen! – sieht ein, dass Computer undurchschaubar sind. Mehr muß man eigentlich gar nicht verstehen, um Wahlcomputer abzulehnen.
edit Slashdot: Worst Ever Security Flaw in Diebold Voting Machine
edit Nedap, der Hersteller der in Deutschland und den Niederlanden eingesetzten Wahlcomputer, hat zu dem Thema auch was zu sagen (aus den Kommentaren zu Andis Posting).
Sun, 11 Jun 2006
Kafka?They are smart. They are creative, they are committed [...] They have no regard for life, either ours or their own. I believe this was not an act of desperation, but an act of asymmetrical warfare waged against us. (BBC)
Ich habe Kafkas Prozess nie zuende gelesen, aber das kommt IMO sehr nah dran.
Via Fefe, der das gewohnt pointiert kommentiert.
Thu, 25 May 2006
Look up, Hannah!Ich weiß ja nicht, wie bekannt das allgemein ist, wo eigentlich jede Sau Charlie Chaplin irgendwie kennt: es gibt doch diesen Film, wo er den großen Diktator spielt. Weil daraus ein kurzer Schnipsel vor Kurzem im Chaosradio gespielt wurde, habe ich gestern einen Schatz (mp3, wmv) gefunden.
Sehr ergreifend, wie ich finde. Bei solchen "Recherchen" (mir kommt das Wort grad sehr albern vor) stoße ich auch oft auf die entsprechende Wikiquote-Seite. Verry intrrsting. Mir war ja gar nicht klar, was der für ein scharfer Kritiker war. Hat wohl auch in der McCarthy Ära deswegen richtig Streß gehabt. Und gleichzeitig hoffnungsloser Optimist (ich schwöre, da wollte ich keinen Widerspruch verstecken!).
I don't believe that the public knows what it wants; this is the conclusion that I have drawn from my career. (Zumindest ihm zugeschrieben)
Life is a beautiful magnificent thing, even to a jelly fish.
Fri, 05 May 2006
GrundeinkommenSu-shee greift in einem Brainstorming über Staatsfinanzen die Idee des Grundeinkommens auf.
Bekannter Vertreter dieser Idee ist ja der Herr Götz Werner, den ich schon einmal angesprochen habe. Bei de.wikiquote.org gibt ein paar Zitate von ihm, denen ich fast komplett zustimme. Am besten:
Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe, Arbeitsplätze zu schaffen. Im Gegenteil. Die Aufgabe der Wirtschaft ist es, die Menschen von der Arbeit zu befreien." (Wobei ich da im Stillen "Arbeit" durch "Lohnarbeit" ersetze. Irgendwas "Produktives" tun zu müssen, ist glaub ich normales menschliches Verhalten.)
Eine Initiative dazu gibt es auch schon. Der Wikipedia-Eintrag widmet sich auch der berechtigten Kritik daran. Was da noch fehlt sind IMHO Probleme mit der Migration. Ich befürchte fast, dann müßte die Festung Europa deutlich aufrüsten.
Thu, 27 Apr 2006
Not in Our NamesAuf der anderen Seite des großten Teichs (also unserer) wollen ein paar Verwirrte Verletzungen geistigen Eigentums strafrechtlich verfolgbar machen. 100.000 bis 300.000 Euro oder bis zu vier Jahre Knast.
Fri, 14 Apr 2006
Sie sehen hiereine besonders gefährliche Einrichtung.
Nach mehr als vier Monaten hat das Landgericht Hamburg die schriftliche Begründung seines viel beachteten Urteils zur Forenhaftung (Az. 324 O 721/05) vom 2. Dezember 2005 vorgelegt. Demnach handelt es sich bei Webforen um eine "besonders gefährliche Einrichtung". Derjenige, der eine solche Gefahrenquelle betreibe, sei einer verschärften Haftung unterworfen.
Ist schon sehr gefährlich, wenn man Leuten einen Platz gibt, wo sie vom Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch machen können. Das führt ja quasi unweigerlich zu Straftaten.
Sat, 11 Mar 2006
Medien, Internet, die Zukunft ... fooSushee wieder.
Sun, 04 Sep 2005
Produktion von PariasEine Beamte der Bundesagentur für Arbeit schildert die Auswirkungen des 3. Gesetzes f. moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt:
Thu, 28 Jul 2005
Mann, [01:03] | 0 Kommentare |Wed, 22 Jun 2005
Die Soldaten sind freiWow! Soldaten dürfen ab jetzt offiziell nicht mehr nur denken was sie wollen, sie dürfen sogar manchmal unterlassen, was sie nicht wollen.
Im konkreten Fall wollte der Soldat einen Befehl nicht befolgen, weil er damit unsere amerikanischen Freunde in einem - seiner Meinung nach - völkerrechtswidrigen Krieg unterstützt hätte.
In diesem Zusammenhang kritisierte der Soldat auch, dass Bundeswehrangehörige in Kuwait stationiert würden, deutsche Soldaten an AWACS-Flügen beteiligt seien, US-Liegenschaften in Deutschland bewachten und den im Irak kämpfenden US-Streitkräften Überflug- und Landerechte gewährt würden. Er hielt dies für verfassungs- und völkerrechtswidrige Unterstützungsleistungen.
Tue, 31 May 2005
Paradiesische ZuständeDie Produktivitätsentwicklung hat die Bedürfnisentwicklung längst überholt, wir haben gesättigte Märkte, und wir brauchen immer weniger Menschen um dieses Übermaß an Gütern zu produzieren. Jetzt ist der Moment gekommen, in dem wir uns vom Zwang zur Arbeit befreien können.
Mon, 07 Mar 2005
Software patents make a mockery of European ideals [18:55] | 0 Kommentare |Thu, 24 Feb 2005
Ausländerbashing mal andersDie Bild bringt momentan auffällig merkwürdige Berichterstattung über die Ergebnisse der Landtagswahl in Schleswig Holstein.
Fri, 11 Feb 2005
lokitorrent.com [13:19] | 0 Kommentare |Wed, 26 Jan 2005
Warum die Welt schlecht ist- Neonazis sind schlecht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, sagte IIC-Präsident Dietz der Netzeitung.
- McAfee bekommt ein Patent auf ein Firewall system and method with network mapping capabilities.
- Klingelton Hitparade ab April!
- Otto Schily will das Versammlungsrecht einschränken.
- Der Bund darf Studiengebühren nicht verbieten. Was da wohl noch kommt?
Mon, 17 Jan 2005
Wissmann-Denkmal auf der ÜberseebrückeMeine tägliche Pendelei führt mich seit einiger Zeit an einem Denkmal vorbei, das mir unanagenehm aufgefallen ist. Auf oben verlinkter Seite findet eine Abstimmung darüber statt, was mit der Statue als nächstes passieren soll. Man kann entweder direkt teilnehmen, oder an einer Frage-Safari teilnehmen, um seiner Stimme mehr Gewicht zu geben. Die Safari lohnt sich und mit ein bißchen Googelei oder anderer Hilfe kann man reichlich Punkte sammeln.