Fri, 03 Jul 2009
How much are you living?Erinnert mich an eine Bekannte aus der Schule, die ihre ausgelatschten Schuhe mit der Frage "Heute schon gelebt?" verziert hatte.
Und das ist auch das, was mich an Musik so fasziniert. Natürlich ist Musik ohne Zeit unvorstellbar, aber sie zu hören bedeutet doch, eine unglaublich dichte Aneinanderreihnung von kurzen Momenten bewußt zu erleben.
Mon, 11 May 2009
Späte EinsichtSony CEO: The customer is king.
Der entscheidende Satz aus dem Interview:
If we had gone with open technology from the start, I think we probably would have beaten Apple Inc of the US.
Amen! Ich habe hier ja noch immer ein sehr, sehr schickes Gerät ungenutzt herumliegen, einen Sony MZ-N10 Minidisc-Player. Als ich den bekam, gab es nur MP3-Player mit lächerlich wenig Speicherplatz oder 3.5"-Platten und da ich schon bestimmt zehn Jahre lang einen Walkman (und immer fünf oder mehr Kassetten) mit mir geführt habe, war so ein Gerät für "Wechselmedien" kein Problem.
Echt, ein super Teil: solide verarbeitet, vertrauenswürdige Mechanik, ein schickes, kratzfestes Gehäuse aus Magnesium und die Medien selbst gefallen mir noch heute. Würde ich was das Handling angeht, jederzeit einer CD/DVD vorziehen. (Ok, im DVD-Bereich gibt es ja DVD-RAM.)
Wie haben sie das ganze Ding kaputtgekriegt? -Mit Software. Man musste SonicStage benutzen, die schlechteste Software, die ich je benutzt habe. Man musste ATRAC3 benutzen, weil Sony gern ein Konkurrenzformat zu MP3 etablieren wollte. Man konnte unter dem faschistoiden DRM-Regime nicht einmal (z.B. über den Digitaleingang) selbst aufgenommene Titel aus der Software exportieren. Und Windows-only natürlich, klar.
Ich finds heute noch schade drum. Und meine liebste auch, die hat mir das Gerät nämlich geschenkt. Es wäre ja zu wünschen, dass Sony endlich endgültig die Kurve kriegt. Das würde mal ein Zeichen setzen.
Wed, 24 Sep 2008
Rockbox 3.0After years of waiting, ein neues Rockbox-Release ist da. Um LWN zu zitieren:
LWN published an article on the imminent Rockbox 3.0 release in May, 2006. Well over two years later, it is clear that some projects use a larger value of "imminent" than others. [...] Meanwhile, Rockbox has performed a valuable service for Debian developers who would otherwise have to struggle to find a project with longer release cycles than their own.
Da ich auch schon immer die daily snaphots benutzt habe (und seit Kurzem auch SVN-Snapshots selbst kompiliere), kann ich auch nicht sagen, was seit 2005 neu ist. Ich sag mal: so ungefähr alles. Menü-Design, WPS (mein aktuelles WPS), Codecs, mehr Plugins (jetzt neu: Lamp!) und tausend andere Nettigkeiten. Einen Dateisystemcache zum Beispiel, und die Fähigkeit, direkt aus dem ROM zu booten (und damit die alte Firmware komplett loszuwerden). Ach, und eine Tag Database gibt es inzwischen auch, falls irgendwem das Browsen durch Verzeichnisse nicht gefällt.
Also: alles ist noch besser als gestern. Wer nach einem passenden Player sucht: es gibt auch einen Buyers' Guide. (Ist so richtig das Apostroph, ne? Der Käufer ihr Führer?)
Ich selbst bin prinzipiell immer noch sehr mit meinem Iriver H120 zufrieden. Die Dinger gehen (sofern heil) bei ebay immernoch für mehr als 120 Euro weg, ich bin also wohl nicht der einzige. Ich habe mir trotzdem einen passenden CF-IDE-Adapter bestellt (unfassbar billig und schnell geliefert, selbst aus Hongkong) und eine 32GB-CF-Karte ist auch unterwegs (zu meiner Arbeit, wo ich doch grad krankgeschrieben bin. Hab ich noch gar nicht erwähnt? -Ich hab mir direkt nach dem Urlaub eine Virusinfektion geholt, wie der Onkel Doktor heute sagte. Irgendwann fange ich doch mal an, meinen Schleim zu sammeln. Und wenn nur, um zu sehen, wieviel es wirklich ist. Äh, Klammer zu!^W^W^W^W^W). Worauf ich hinauswill: ich werde die 1.8"-Platte mit 20GB durch 32GB Compact Flash ersetzen. Keine Spin-Up-Time mehr, mehr Durchsatz, geringere Empfindlichkeit. Also: morgen wird sogar noch besser als heute. Das gilt für meinen Husten hoffentlich auch (nicht im Garfield-Sinn).
Tue, 18 Mar 2008
Ultimate Ears super.fi 5 proMeine E2c sind schon wieder kaputtgegangen. Das erste Mal brach das Kabel nach gut einem Jahr und ich hab sie anstandslos umgetauscht bekommen. Jetzt das gleiche, nur ist die Garantie vorbei. Also war ein Upgrade gefragt.
Wonach ich gesucht habe:
- Detailreichtum wie bei den E2c.
- Mehr "punch", sattere Bässe. Die E2c sind da notorisch ein bißchen schwach auf der Brust. Ist fürs konzentrierte Wohnzimmerhören wunderbar, aber ich höre meistens beim Pendeln und Arbeiten und da habe ich ein wenig den "Spaß nebenbei" vermißt.
- Besseres Kabelkonzept. Die E2c sind um die Ohren rum mit der Zeit sehr steif geworden, was dann für die Brüche gesorgt hat. Eventuell hätte hier häufigere Applikation von Silikongel geholfen.
- Angenehmerer Sitz. Die E2c mußte ich ständig zurechtrücken. Gerade manche Bewegungen der Gesichtsmuskulatur (Essen, Lächeln) haben sie mir nicht verziehen.
- Hersteller: erstmal egal, aber nach der Entttäuschung über die Haltbarkeit der E2c vorerst kein Shure mehr.
- Preis: 100 bis 200 Euro. (Naja, eigentlich waren so 150 angepeilt...)
Ich habe dann mal wieder viel rumgegoogelt und hatte letztlich die Wahl zwischen den Klipsch Custom 2 ("Yeah, we make headphones now") und den super.fi 5 pro von Ultimate Ears, die das Stöpselkonzept quasi erfunden haben. Die UEs werden bei head-fi.org als "E2c with more fun" beschrieben, über die Klipsch liest man eher wenig, aber dafür machen die von der Verarbeitung her einen guten Eindruck. Und das Marketing legt besonderen Wert darauf, dass sie besonders komfortabel zu tragen sind. Zu den UE liest man dagegen, dass die vielen Leuten gar nicht erst passen. Beides sind übrigens "Zwei-Wege-Stöpsel" (wie in: "Zwei-Wege Boxen", also mit zwei Treibern). Letztendlich war die Entscheidung aber doch einfach, weil die Klipsch in Deutschland nur per amazon-Marketplace von einem etwas dubiosen Händler auf Jersey (Kanalinsel) zu haben sind. Und auf Zoll habe ich keine Lust. War ja auch irgendwie klar, dass es die teurere Variante wird. ;-)
Hab dann also gestern abend viertel nach sieben bestellt und auch noch die sechs Euro für den "Overnight Express" rausgehauen. Macht bei den europäischen Preisen auch keinen großen Unterschied mehr. :-/ Heute um neun Uhr morgens hats dann an der Tür geklingelt und die Dinger waren da. So macht Online-Einkauf Spaß! :).
Verpackung & Lieferumfang: ist ok, allein schon weil die Verpackung mit weniger Verletzungsgefahr zu öffnen ist, als die der E2c. Dabei sind die üblichen Gummipinöpel in vier Größen (drei Mal single-flange, einmal double) und ein Paar von den Schaumstoffteilen. Dann ein Flugzeugt-Adapter (dort hat man meist pervers hohe Pegel), ein Kleine-Klinke-Große-Klinke-Adapter und eine schicke Alubox. BTW, ich liebe frische Lieferungen von Alu-Sachen. Das kalte Alu hat sich schon bei der Soundbridge sehr geil angefühlt. :) Die Hörer passen auf jeden Fall gut in die Box, wenn man sie vorher halbwegs ordentlich um die eigenen Finger wickelt.
Standardmäßig sind die mittelgroßen single-flange Pinöpel auf den Hörern und damit rutschten die Teile sofort ohne Probleme in meine Ohren und haben ziemlich gut abgedichtet. Spontan würde ich sagen, dass die Abdichtung sogar besser ist als bei den E2c, und das ganz ohne das unangenehme Unterdruckgefühl. Der geschmeidige Draht im Ohrbereich des Kabels ist etwas gewöhnungsbedürftig, gibt aber extrem guten Halt. Ich benutze inzwischen die großen single-flanges und kann damit wunderbar lächeln und reden. Essen hab ich noch nicht probiert, aber das ist mit Schallisolierung sowieso eine komische Erfahrung. Gerade probiere ich auch den Flip Flop Mod aus, damit die Teile nicht mehr ganz so dolle abstehen und bin voll zufrieden. Nur $SWMBO ist etwas enttäuscht, weil ich (bei herausgezogenen, über den Ohren dongelnden Hörern) nicht mehr aussehe wie Jar Jar Binks. :) Das Tragen der Hörer, ohne sie in den Ohren zu haben (wichtig bei Fahrscheinkontrollen oder anderen Akten der Höflichkeit) muss ich allerdings noch üben. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass die UE in Sachen Komfort den alten Shures meilenweit überlegen sind. Oh, und falls das Kabel doch mal kaputtgeht, kann man das auch nachkaufen. Großes Plus.
Das Wichtigste: der Klang. Sagen wir, ich traue mich noch nicht, die alten Dinger wieder aufzusetzen. Denn: ich hab Angst, mich fragen zu müssen, wie ich das die ganze Zeit ausgehalten habe. :) Im niedrigen und mittleren Frequenzbereich spielen die UE in einer ganz anderen Liga als die E2c. Man hört die Saiten wunderbar schwingen, je nach Anschlag kommt da richtig Funk rüber. Schlagzeugeinsätze kommen mit richtig Druck daher. (Ist ja immer so schwer zu beschreiben, alles. Man kommt sich schon vor wie diese Weinfuzzis.) Im Hochtonbereich vermute ich etwas weniger Präzision als bei den E2c, aber das kann auch einfach daher kommen, dass er bei den UE nicht ganz so im Vordergrund steht. Ich kann mich dem Urteil "E2c with more fun" aber größtenteils anschließen und bin erstmal begeistert.
Contra: das Grundrauschen meines Iriver H120 ist mit den UE deutlich lauter zu hören. Die sind halt noch eine Spur empfindlicher als die E2c. Dafür komme ich auch mit einer niedrigereren Lautstärkeeinstellung aus. Oh, und so frisch aus der Packung verströmen die UE einen penetranten Gummigeruch. Davon las ich aber schon vorher, der geht wieder weg.
Tue, 29 Jan 2008
Arsch offenU2s Manager. Der hat ja wohl den Arsch offen.
They [U2] have sold about 150 million records to date and the last album went to No.1 in 27 territories. ... The Vertigo Tour in 2005/2006 grossed $355m and played to 4.6m people in 26 countries.
But I’m not here to brag. I’m here to ask some serious questions and to point the finger at the forces at work that are destroying the recorded music industry.
The recorded music industry! Was ist das denn? Er hat ein Problem damit, dass ein Geschäftszweig abstirbt, während ein anderer wächst. Schlimmes Schicksal, denn:
Bands can gig without subsidy. Live Nation, previously a concert and venue company is moving into position with merchandising, ticketing, online, music distribution as one of the powerful new centres of the music industry.
Ach scheiße, da verdienen die Künstler direkt dran, und sie bezahlen Andere. Für Vertrieb und Marketing! Oh kacke, eigentlich liefern wir ja doch nur die Rohlinge, die die Leute zunehmend weniger brauchen!
Im Ernst: deren Geheule um geistiges Eigentum muss man doch nicht ernstnehmen – unabhängig davon, wieviel man von dem ganzen Konzept hält. Diese Firmen liefern Rohlinge und Interview-Touren für Print, Fernsehen, Radio. Oh: die anderen sterbenden Medien (und ich finde das ist nur leicht überspitzt formuliert).
Part of the problem is that the record companies, through lack of foresight and poor planning, allowed an entire collection of digital industries to arise that enabled the consumer to steal with impunity the very recorded music that had previously been paid for.
Üh. Wir hatten diesen Distributionsweg nicht verstanden, haben es bis heute nicht. Aber lest das mal genau: die Industrie ist Schuld. Also das Silicon Valley, nicht sie selbst. Und die US-Regierung:
The SDMI (Secure Digital Music Initiative) [...] and similar attempts at cooperation by record companies, have partly been thwarted by competition rules. The US government has sometimes been overzealous in protecting the public from cartel-like behaviour.
I’ve met a lot of today’s heroes of Silicon Valley. Most of them don’t really think of themselves as makers of burglary kits. They say “You can use this stuff to email your friends and store and share your photos”. But we all know that there’s more to it than that, don’t we? Kids don’t pay $25 a month for broadband just to share their photos, do their homework and email their pals.
Burglary Kits! Oh ja, ich habe letztes Jahr mit meinem Burglary Kit fast meine komplette CD-Sammlung gerippt und FLAC-kodiert. Damit ich dem alternden Datengräger den Schrecken nehme und meine Musik dahin verteilen kann, wo ich sie hören möchte, Arschloch. Ach so, die Hippies sind auch Schuld:
Their values were hippy values. They thought the old computer industry as represented by IBM was neanderthal. They laughed at Bell Telephone and AT&T. They thought the TV networks were archaic. Most of them are music lovers. There are plenty of private equity fund managers who are Deadheads.
Ich bin erheitert. Echt jetzt, ich finde das zum Brüllem komisch. :) Zurück zum Thema: er will Geld:
I call on them today to start doing two things: first, taking responsibility for protecting the music they are distributing; and second, by commercial agreements, sharing their enormous revenues with the content makers and owners.
Damit das klar wird: den ersten Punkt meint er auch ernst:
For ISPs in general, the days of prevaricating over their responsibilities for helping protect music must end. The ISP lobbyists who say they should not have to “police the internet” are living in the past – relying on outdated excuses from an earlier technological age. The internet has moved on since then, and the pace of change today means a year in the internet age is equivalent to a decade in the non-internet world.
So, Ihr habt Euren Spaß gehabt, aber inzwischen haben wir das Netz schon fast unserer Realität angepaßt. Jetzt benehmt Euch. Außerdem weiß ich voll Bescheid in der Szene, ey.
And as it turned, the “Safe Harbour” concept was really a Thieves’ Charter. The legal precedent that device-makers and pipe and network owners should not be held accountable for any criminal activity enabled by their devices and services has been enormously damaging to content owners and developing artists. ... if ISPs do not cooperate voluntarily there will need to be legislation to require them to cooperate.
Das ist ja heute auch technisch kein Problem mehr:
When last June the Belgian courts made a precedent-setting ruling obliging an ISP to remove illegal music from its network, they identified no fewer than 6 technologies which make it possible for this to be done.
There are many other examples that prove the ability of ISPs to switch off selectively activity they have a problem with: Google excluded BMW from their search engine when BMW started to play games. This was a clear warning to others not to interfere. Another show of power was Google’s acceptance of the Chinese Governments censorship conditions.
Googles Kooperation mit einem diktatorischen Regime ist ein show of power. Zusammen arbeite will man denen. Und mit allen, die auch nur im Entferntesten an Ersatz für Plastikscheiben arbeiten:
Universal – U2’s label - recently struck a deal with Microsoft that sees it receive a cut of the revenues generated by sales of the Zune MP3 player. It’s unfortunate that the Zune hasn’t attracted the sort of consumer support that the iPod did. We need more competition.
Under the agreement, Universal receives US$1 for every Zune sold. When you consider Radio Shack sells Zune players for US$150 you’ll see that Universal has asked for less than one per cent of revenue - for a company that is supplying about a third of the US market’s chart music at the moment. This isn’t really enough, but it’s a start
Wir Hufschmiede beziehen jetzt Sozialhilfe von der Reifenindustrie. Aber es geht ja nicht nur um Geld. Es geht um Moral und noch mehr Geld:
These are obviously commercial deals driven by self-interest. But there is a moral aspect to this too. The partnership between music and technology needs to be fair and reasonable. ISPs, Telcos and tech companies have enjoyed a bonanza in the last few years off the back of recorded music content. It is time for them to share that with artists and content owners.
Witzig immerhin, dass er die Aufmerksamkeit vom diebischen Einzeltäter zu den unmoralischen multi billion dollar industries verschieben will.
Ach, was ich vergaß: Radiohead mußte er natürlich auch noch beschimpfen, für ihren Pay-What-You-Want Marketing-Stunt:
Sadly, the recent innovative Radiohead release of a download priced on the honesty box principle seems to have backfired to some extent. It seems that the majority of downloads were through illegal P2P download services like BitTorrent and LimeWire even though the album was available for nothing through the official band site. Notwithstanding the promotional noise, even Radiohead’s honesty box principle showed that if not constrained, the customer will steal music.
Kunde ist jeder. Wer nicht unserer Kunde ist, klaut. Zudem: it seems that the majority of numbers I mention are pulled from my lower torso, but I think they prove my point.
Ob ich den Download nun für lau von der überrannten Webseite oder von der Piratenbucht ziehe ist vielleicht juristisch ein Unterschied; moralisch kaum. Oder eher andersrum: mein Anstand würde mir doch eigentlich gebieten, den offiziellen Server für die zahlenden Kunden freizuhalten. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich es sogar genau so gemacht, weil mein erster Downloadlink nicht funktionierte und ich nicht geduldig genug war, die Antworte auf meine diesbezügliche Anfrage bei W.A.S.T.E abzuwarten (die nach nur vier Stunden eintraf).
Ich bin ja durchaus dankbar für physische Medien. Hab ja sogar vierzig Pfund für die edle Discbox ausgegeben. Aber neben dem eher "ideellen" Wert geht es mir auch darum, eine gute Quelle für meine bitte selbst kodierten FLACS, Oggs und MP3s zu liefern. Das ist ein legitimer Markt, aber ich habe kein Problem, wenn die "recorded music industry" eine Liebhabernische wird. Wenn sie das nicht schon ist.
Via Slashdot, übrigens. Ich erwarte, dass dieser Artikel in den nächsten Stunden größere Kreise zieht. :)
Mon, 29 Oct 2007
Noch ein neuer SchlauchMein Plan, das Wohnzimmer mit unauffälligem Geekspielzeug zu füllen, funktioniert. Neueste Anschaffung: die Roku Soundbridge.
Das Teil sucht im LAN einen Streamingserver (z.B. Firefly a.k.a. mt-daapd) und präsentiert die dort vorgehaltene Musiksammlung zum Blättern nach Artist, Album, Genre und so weiter. Suchen kann man auch, ist aber wegen der sparsam beknopften Fernbedienung nicht so angenehm. Der Zugriff auf den Server kann man per LAN oder WLAN machen (auch beides gleichzeitig). Zum analogen Anschluss an die Stereoanlage kann man die kleine Klinke nehmen (Kabel mit kleiner Klinke auf Doppel-Cinch ist dabei), digital geht per Koax oder optisch. Es ist auch kein Problem, auf einem Rechner mehrere Instanzen von Firefly laufen zu lassen. Man muss dann nur an der Soundbridge immer auswählen, welche man gerade hören will. Hat man gerade keinen Streamingserver zur Hand, kann man auch Webradio hören (Internetzugang natürlich vorausgesetzt).
Ich dachte ja immer, dass ich von so einem Gerät eigentlich möchte, dass es Netzwerkfreigaben selber durchsucht und abspielbar macht. Das ist aber Mist, wenn man wie ich eher exotische Dateiformate wie FLAC und Ogg Vorbis benutzt. Firefly kann man sagen, welche Dateiformate es on-the-fly zu WAV kodieren soll und nur das sieht die Soundbridge dann. Die Taganzeige geht dabei nicht verloren, die werden anscheinend separat übertragen.
Goodies:
- Per Fernbedienung dimmbares LED-Display mit recht hoher Auflösung und einer Auswahl verschieden großer Fonts.
- Zwei Telnet-Interfaces auf den Ports 4444 und 5555, mit denen man das Gerät steuern kann. Wenn man will, kann man sogar auf dem Display rummalen. :) Das schreit eigentlich nach einem GUI-Client oder so. Ach, gibt's schon.
- Automatische Updates über das Internet. Das Teil flasht sich einfach selbst neu und macht einen Reboot. Dauert keine zwei Minuten.
- Superschnelle Reaktion auf die Fernbedienung. Fühlt sich "snappy" an, wie man so sagt.
- Installation für Dummies. Strom und Audiokabel dran, ggf. Netzwerkkabel und fertig. Über Apples Zeroconf/Bonjour-Protokoll findet die Soundbridge alle Server von selbst. Nachteil: man kann keinen Server von Hand eintragen und die Auto-Discovery klappt nur innerhalb des Subnetzes. Deswegen brauche ich im Wohnzimmer ein Kabel, obwohl WLAN auch genügen täte. Meine Netzwerktopologie ist etwas kompliziert hier...
- Man kann "Smart Playlists" (auf dem Server) anlegen, wo man so Sachen ausdrücken kann wie "Gib mir alles mit Artist=Radiohead, was ich seit 30 Tagen nicht mehr gehört habe".
Was stört: weder Firefly noch die Soundbridge beachten Replay Gain Tags.
Wäre flac unter etch aber neuer, könnte man das immerhin beim Decodieren
auf WAV benutzen (Parameter
--apply-replaygain-which-is-not-lossless). Für Vorbis gibt
es da anscheinend noch keine Lösung. Bei MP3 kann man wenigstens mp3gain
benutzen. Und mein Modell (M1001) samplet den PCM-Stream auf 48kHz, 20
Bit hoch. Noch bilde ich mir allerdings nicht ein, das hören zu können.
Thu, 19 Jul 2007
Auch hier: KapitulationMenno, der möblierte Philosoph braucht einen RSS-/Atom-/irgendwas-Feed. Sonst hätte ich ja schon vor Wochen gelesen, dass er (u.a.) über die Tocos gebloggt hat.
Dazu ist zu sagen: gut gemacht. Danke. Mein Senf: Kommentare der Urheber zu den einzelnen Songs, Videocast, Video zu "Kapitulation", und ein taz-Interview.
Den häufiger erwähnten großen Bruch gegenüber dem vorigen Album kann ich allerdings nicht wirklich feststellen. Textlich greifen die Jungs wieder zielsicher Ideen auf, die derart tabuisiert sind, dass man sich dessen erst beim Hören richtig bewußt wird. Bestes Beispiel dafür ist "Verschwör Dich gegen Dich":
Sei glücklich, mach die Augen zu Niemand, der empfinden wird wie Du Du mußt nicht zeigen, was Du kannst Du darfst nicht sagen, was Du denkst Man soll nicht wissen, wie Du fühlst
Hübsches Gegenstück zur beliebten Lüge, man würde schon gemocht, akzeptiert und erfolgreich (was ja für uns Ich-AGs alles dasselbe ist), wenn man sich bloß gäbe, wie man ist.
Musikalisch ist das alles nicht so der große Wurf (schreibe ich nach weniger als zehn Mal hören), aber durchaus hübsch und krachig genug. Klingt tatsächlich ein wenig mehr älteren Alben, aber eben auch nicht so doll, dass ich es für erwähnenswert halten würde. Einziger Ausreisse in dieser Richtung ist "Sag alles ab" mit dem (wohl bewußt) albernen Satz "Du mußt nie wieder in die Schule gehen". Da möchte man schon wieder Teil einer Jugendbewegung sein.
Auf jeden Fall kaufbar.
Ach ja: von den zwei Abschiedskonzerten Blumfelds hier in der Fabrik habe ich auch gelesen. Aber zu spät. Die Karten sind für mehr als siebzig Euro bei ebay weggegangen. Für die Fabrik, das muss man sichmal vorstellen.
Tue, 05 Sep 2006
BeichteIch gestehe: ich habe einen Download gekauft. Und dann auch noch Klassik.
Aber: Magnatune.com gehört zu den Guten™. Ich bin aufgefordert, meine Dateien an bis zu drei Leute weiterzugeben (das ist ein Angebot). Und falls ich die mal selbst verliere, kann ich die auch gerne nochmal bei denen runterladen, kein Problem. Wav, FLAC, Ogg Vorbis, MP3, anything goes. IIRC waren meine FLACS sogar getaggt, inklusive Replaygain. Ach, ein PDF mit CD-Cover war auch dabei.
Und überhaupt: die Lara, die kann schon was. Kann mir jemand mit geschultem Gehör bestätigen, dass Track 11 (mittelmäßige Qualität gibt es bei Magnatune.com umsonst) wirklich ein Solo ist? Zuerst nahm ich das an, dann hörte ich genau hin und dachte: auf keinen Fall. So kann sich niemand selbst ins Wort fallen. Das Web sagt aber: Solo. Wild. Überhaupt, das beste auf dem "Album".
Tue, 01 Aug 2006
25 Jahre Fernsehen......für Vollidioten. Garniert mit der üblichen Forumsschlacht, die Betreffsperlen wie Klingelton killed the video star und die Castingscheisse steht Schmiere hervorbringt.
Großartiger Nachruf auf den Sender, für den ich leider in seiner besten Zeit zu jung war. Den großen Ray Cokes hab ich damals einfach noch nicht verstehen können (und hätte heute wahrscheinlich auch Schwierigkeiten). Dafür habe ich dann später die gute Charlotte und ihren Lieblings-Ka[vf]ka erleben dürfen. Auch nicht schlecht.
Sun, 09 Jul 2006
The Eraser / The ClockThe Eraser (this is not a solo album!!1!) ist seit Freitag draussen, aber mein Exemplar liegt leider noch in Hamburg. Was über dunkle Quellen so im Internet kursiert, ist aber extrem vielversprechend. Viel click-click-clack mit Melodie.
Umso erstaunlicher die erste Liveumsetzung von einem der Highlights des Albums. Gitarre geht ja immer.
Sat, 04 Feb 2006
System of a downIch wunder mich ja selbst ein bißchen darüber, aber ich hab inzwischen eine hohe Meinung von System of a Down. Aus nostalgischen Gründen (und weil ich gerade eine Prüfung bestanden habe und mir ohne schlechtes Gewissen Zeit gönne) höre ich gerade ich gerade mal wieder Toxicity von dem gleichnamigen Album. Sich den Text anzuschauen lohnt bei einigen Liedern, so auch hier.
Erstaunlich, wie man diese Lyrik verpacken kann. Aber angemessen, wie ich finde.
Wed, 11 Jan 2006
Alter Wein in neuen SchlächenIch glaub, ich werd zum Kopfhörerjunkie. Es fing an mit den MDR-EX51 von Sony, dann kamen irgendwann die EX71 (unterscheiden sich nur im Kabel). Davon habe ich in drei Jahren drei oder vier paar verschlissen. Mindestend einmal Kabelbruch, einmal Selbstverschulden und bei dem letzten Paar hat sich die Kabelummantelung aus mir nicht bekanntem Grund buchstäblich aufgelöst. Dann bin ich auf die günstigeren "Plugs" von Koss umgestiegen. Mit denen war ich dann aber arg unzufrieden, weil der Klang insgesamt etwas matschig ist und der Bass viele Feinheiten übertönt. Ausserdem passen die nicht so richtig in meine Ohren.
Nachdem ich mein Gewissen mit den Preisen beruhigt habe, die die Jungs auf headfi.org für ihre Kopfhörer zahlen, habe ich Sonntag Shures E2C bei Amazon bestellt. Heute habe ich sie bekommen und sie stecken jetzt seit gut 90 Minuten in meinen Ohren.
Erster Eindruck:
- Das Kabel sieht sehr vertrauenserweckend aus, ist aber mit über 1.50m schrecklich lang.
- Ich habe mich schnell daran gewöhnt, das Kabel hinter den Ohren langzuführen. Da hatte ich etwas Sorge.
- Die komischen "Wax Guards" sind kaum aus der Folie herauszulösen. Hab aber auch den Eindruck, die braucht man nicht wirklich.
- Das Einsetzen der Stöpsel braucht etwas Übung. Man erzeugt da leicht einen unangenehmen Unterdruck in den Ohren. Wenn sie erstmal sitzen, sitzen sie aber auch sehr angenehm und sicher. Ich habe mich allerdings auch noch nicht viel damit bewegt und normalerweise trage ich natürlich noch eine Jacke mit Schal.
- Der Klang ist wie immer bei neuen Kopfhörern etwas gewöhnungsbedürftig. Was sofort auffällt ist der im Vergleich zu den Plugs viel dünnere Bass. Fällt aber je nach Musikrichtung unterschiedlich deutlich auf. Im Gegenzug wird man mit sehr klaren, detaillierten Höhen beglückt. Mir sind schon wieder bei einigen Titeln Kleinigkeiten aufgefallen, die ich vorher nicht gehört habe. Insgesamt klingen die E2C ein bißchen "steril".
Mal gucken, wie ich mich daran gewöhne. Vielleicht sind irgendwann auch mal Etymotics fällig. Bis dahin muss ich aber mehr verdienen. :)
Fri, 18 Nov 2005
5000 bucks a fuckFCC Song von Eric Idle (of Monty python fame).
Thu, 20 Oct 2005
Python-GehacktesIch bin gerade dabei, meine komplette Musiksammlung neu zu rippen, zu kodieren (FLAC) und zu taggen. Dabei habe ich einen Teil der Aufgaben, die damit zusammenhängen, an die Maschine delegieren können:
treediff.py
nimmt zwei Verzeichnisse als Argument entgegen und zeigt die Anzahl der gemeinsamen und unterschiedlichen Verzeichnisse. Man kann die natürlich auch anzeigen lassen, doppelte löschen usw. Allerdings nicht per Parameter oder so, man muß schon selbst Hand anlegen.add-replaygain.py
nimmt einen Verzeichnisnamen und ruft für jedes Verzeichnis mit FLAC-Dateien drinmetaflac --add-replay-gain mit allen FLACs auf. Weil das auf
der Kiste mit den Daten hier furchtbar lange dauert, mache ich das ein wenig
umständlich, gebe aber hübsche Statusmeldungen aus (metaflac selbst
ist leider furchtbar still). Ich hätte das Skript ja auch für Ogg-Dateien
erweitert, aber vorbisgain kann das alles auch allein. Aktueller
Status:
Completed 751 of 1362 FLAC files in 16555 seconds. Processing ./radiohead/eps+unofficial/live/2000-07-04-berlin...
compress-scorefile.py
Was ganz anderes: nimmt ein slrn-Scorefile (oder liest von stdin) und faßt alle Einträge so zusammen, daß da keine Redundanzen mehr vorkommen (also zB nur noch ein Abschnitt für jede Gruppe). Kommentare fliegen dabei raus. Wenn man eine Weile Einträge direkt von slrn hat erstellen lassen, bläht sich das Scorefile unnötig auf. Ich bilde mir sogar ein, daß das Scoring dadurch etwas schneller wird (sind ja auch weniger Group-Patterns zu vergleichen). Mein Scorefile ist von über 800 Zeilen auf gut 300 geschrumpft. Output geht übrigens nach stdout, voll Shell-kompatibel das Ganze.Sun, 04 Sep 2005
My Brand New ToyIst eigentlich schon sechs Wochen her, aber ich wollte es doch noch mal hier erwähnt haben: ich war lange auf der Suche nach einem brauchbaren MP3-Player und bin duch einen Freund fündig geworden. Es wurde der Iriver H120. Ich bin begeistert: spielt von Haus aus OGG Vorbis, ist ein simples USB Mass Storage Device, leicht, hat massig Speicher, optischer Ein- und Ausgang und er hat ein schickes Display.
Und das Beste: auf der H1x0-Serie läuft Rockbox! Damit kann das Teil dann auch FLAC und einen Haufen anderer Codecs abspielen, von denen ich noch nie was gehört hab. Und angemessen personalisierbar ist es auch.
Sun, 20 Mar 2005
Ungeheuer spießig!Dienstag spielten Tocotronic in der Großen Freiheit. Die Welt schreibt unterhaltsamen Unsinn darüber. Töffelig, langweilig, wie von Westernhagen. Auf den Punkt: Da heißen Lieder "Aber hier leben? Nein danke" oder "Das Unglück muß zurückgeschlagen werden", da heißt das letzte Album "Pure Vernunft darf niemals siegen". Trotzdem wollen die Jungs ernst genommen werden. Das kann natürlich gar nicht gehen. Am Ende ist die Musik von Tocotronic genau das am meisten, was sie bestimmt am wenigsten sein möchte: Ungeheuer spießig.
Wenig verwundernswert, daß ein Autor von der "DIE WELT" nicht begreift, daß Protest heute nicht mehr so funktioniert wie vor dreißig Jahren. Heute wird Politik mit reiner Vernunft begründet, mit Alternativlosigkeit und Sachzwängen. Was drängt sich mehr auf, als die Ablehnung ebendieser Vernunft, wenn die Ergebnisse so bedauerlich sind?
Das Konzert war übrigens klasse. Vielleicht nicht so viel Party "wie früher", aber das bringt die musikalische Weiterentwicklung der Jungs halt mit sich. Nichtsdestotrotz haben die stellenweise ganz schön auf die Kacke gehauen. Und zum Schluß war in echter Rock'n'Roll-Manier die Bühne in grell angeleuchteten weißen Rauch getaucht, die Verstärker wurden getreten und die Gitarren klangen noch nach, als die Bühne längst leer war. Sehr sehr schön.
Andere gute Nachricht: ich bin an eine großartige Aufnahme eines kleinen Konzerts von Thom Yorke und Jonny Greenwood gekommen. Zwei Akustikgitarren, eine Stimme. Wer diese oder andere Werke testen möchte und verspricht sich zu benehmen, dem biete ich gerne einen Shellaccount an. Login per SSH mit public key, upstream 40-50 kB/s.
Sat, 19 Feb 2005
R.E.M in HamburgAm Donnerstag waren R.E.M in der Color Line Arena in Hamburg (Setlist). Ich habe zu Weihnachten eine Karte dafür bekommen und war da. War eine sehr coole Show, was zum großen Teil an Michael Stipe lag. Der Typ trägt eine Aura mit sich rum, unglaublich. Es hat allerdings eine ganze Weile gedauert, bis das Publikum so richtig mitgespielt hat.
Ich war eigentlich nie ein richtiger Fan von R.E.M. Kenne hauptsächlich das Album Monster und die ganz alten Dinger, die jeder kennt. Das aktuelle Album Around the Sun hab ich mir letztes Jahr im Kaufrausch gegriffen, hab es aber nie viel gehört. Die Studioaufnahmen klingen IMO irgendwie steril und harmlos. Keine schlechte Musik, aber reißt auch nicht vom Hocker. Live ist das anders. Alles mit viel mehr Wumms. Dreckigere Gitarren und die Stimme von Michael Stipe hat mich echt umgehauen. Man hat nicht gehört, daß der schon sechs Wochen auf Tour ist (und davor auch schon ein Vierteljahr, mit einem Monat Pause dazwischen).
Zur Color Line Arena: ein Drecksladen. Ok, die Halle an sich ist ganz nett. Gute Akustik, viel Platz im Innenraum. Aber die übertreiben es ganz deutlich mit ihrem Haufen "Security"deppen. Ich finds ja schon albern, wenn ich bei einem Rockkonzert nicht rauchen darf (ja, das wird enforced). An der Belüftung kanns nicht liegen, es war die ganze Zeit recht kühl in der Halle und dabei hab ich ganz vorne (wenn auch außen) gestanden. Aber gut. Viel Schlimmer finde, daß die Zuschauer sogar angelabert werden, wenn sie mal ihre Freundin oder sonstwen auf die Schultern setzen. Da könnte ja was passieren!!!. An jeder Ecke wird man da gegängelt, alles streng kontrolliert. Widerlich. Ich überlege ernsthaft, da nicht mehr hinzugehen. Aber was soll man machen, wenn da ne tolle Band spielt. Grrr.
Entschädigung: demnächst Tocotronickonzert in der Großen Freiheit. Karten am letzten Wochenende unter Substanzeinfluß bestellt.
Fri, 21 Jan 2005
Kritik der reinen Vernunft
Pure Vernunft darf niemals siegen
Wir brauchen dringend neue Lügen
Die uns durchs Universum leiten
Und uns das Fest der Welt bereiten
Die das Delirium erzwingen
Und uns in schönsten Schlummer singen
Die uns vor stumpfer Wahrheit warnen
Und tiefer Qualen sich erbarmen
Die uns in Bambuskörben wiegen
Pure Vernunft darf niemals siegen
Tocotronics neues Album ist draußen. Ich habs gekauft und nach zweimaligem Hören für gut befunden. Hübsch plakativ ("Aber hier leben, nein danke!", "Keine Angst für niemand", "Völker! Auf zum Gefecht! Die Illusion wird Menschenrecht"). Die Texte vom Streben nach Wahnsinn, Lust und Schmerz, Widerspruch und Einheit geprägt, der Sound klassisch Toco. Größtenteils vorhersehbar rockig, aber gleichzeitig auch immer ein bißchen zwiegespalten und verspielt. Erster Favorit des Albums: "Mein Prinz". Man achte auf die Gitarre, die während der Strophen ständig Verstecken mit Eurem rechten Ohr spielt.
Fazit: Rationalisierte Antivernunft. Sowas braucht unsere Zeit.
Schlimm nur, daß das meine zweite deutschsprachige CD innerhalb eines Monats ist und ich jetzt inneren Rechtfertigungsdruck bekomme. Wie soll man sich denn da noch gegen die Neue Endlich Perfekt Deutsche Welle abgrenzen?